Demenz-Verein Saarlouis e.V. - Villa Barbara

Demenz-Zentrum "Villa Barbara"

Mitten in angenehmer Park Atmosphäre im Herzen von Saarlouis befindet sich unser Demenz Zentrum "Villa Barbara".
Im Jahre 2000 hat der  Demenz-Verein die Villa Barbara erworben und zum ersten Demenz Zentrum des Saarlandes umgebaut.

 

Historisches zur Villa Barbara

 In der Denkmalliste findet sich folgender Hinweis:

Ludwigstr. 005 – sogenannte Villa Barbara. Reich gegliederter Villenbau in Neorenaissance-Formen, zweigeschossig mit Mansardendach. Errichtet 1895 nach Plänen des auch als Stadtbaumeister tätigen Architekten Scheyer. Zum Anwesen gehörig die rückwärtigen Remisen.
Der Bauantrag für die Villa datiert vom 16. März 1895. Diese Jahreszahl findet sich an der Fassade des denkmalgeschützten Hauses.
Nur ein kurzer Blick in diese Zeit: Erhebliche Veränderungen der städtebaulichen Strukturen von Saarlouis brachte die Aufhebung des Festungscharakters und der Rayonbestimmungen 1889. im Juli 1889 wurden die Niederlegung des Französischen Tores und die Anlegung eines direkten Verbindungsweges nach Lisdorf beschlossen. 1892 führte die Diskussion über die Stadterweiterung zu einem Plan des Stadtbaumeisters Dörr. Dieser wurde auf Vorschlag von Bürgermeister Titz Baurat Stübben zur Begutachtung vorgelegt, der schließlich den Auftrag zur Erstellung eines Bebauungsplanes für die Stadt Saarlouis erhielt.

In seiner Chronik der Stadt Saarlouis 1680-1980 schreibt Hans Jörg Schu: „1895 sind die Vorarbeiten zur Stadterweiterung weitgehend abgeschlossen. Der Bebauungsplan, von dem Königlichen Baurat Joseph Stübben aus Köln gefertigt, liegt im Juni vor und verspricht eine klare und planmäßige Entwicklung  .... Die Planung entwirft eine allseitige Ausdehnung der „Neustadt“ zwischen Wallerfanger Straße, Ludwigstraße und der Lisdorfer Au“ (S. 84).

Am 01. August 1893 hatte der Militärfiskus der Stadt Saarlouis die Immobilie der Festung verkauft. Von da an durften im Vorfeld der Festung Wohnhäuser errichtet werden. Die Ludwigstrasse, die schon mit der Festung erstellt worden war, wie auch die Gartenreihen, ergab also sehr früh schöne Baugrundstücke, denn das erste Material aus dem Abriss der Festung benutzte man, um die Ludwigstrasse und die Ecken der Gartenreihewege in dem Sumpfgelände zu erhöhen und zu befestigen. So erhöhte sich das Sumpfgelände um jedes Wohnhaus an diesem Platz.

(Mitteilung von Friedbert Emmerich)